Hutthurm - Die Fastenzeit hat gerade erst begonnen, da muss die Brauerei des Bayerwaldortes Hutthurm (5.900 Einwohner) schon den Notstand ausrufen: Das Starkbier ist aus!
Nachschub gibt’s nicht, denn das würzige Bier braucht drei Monate für die Reifung. 190 Hektoliter (19.000 Liter) wurden wie jedes Jahr von dem sogenannten „Kulinator“ (7,2 Prozent) gebraut.
Ein beachtlicher Ausstoss, der dank Heimatzeitung zur unglaublichen Sensationsmeldung wurde: Beim Umrechnen wurde versehentlich eine "Null" hinzugefügt und von 190.000 Liter (!) berichtet. Da hätte jeder Bewohner im Landkreis gleich eine Maß Starbier kippen müssen. So versoffen ist die Provinz dann doch nicht.
„In sechs Tagen waren schon zwei Drittel weg, nach ein einhalb Wochen der Rest“, freut sich Diplom-Braumeister Markus Kampf. Beim Getränkeheimdienst, so stellte er fest, war die Nachfrage am Größten.
Kampf hat auch eine Erklärung dafür: Im Gegensatz zu den anderen Starkbieren sei der Hutthumer „Kulinator“ nicht so süß und habe damit eine Sonderstellung unter den Starkbiersorten. Er verspricht: „Nächstes Jahr wird aufgestockt“.