Passau – Die fortschrittliche Technik in Fahrzeugen stellt Feuerwehrleute bei Unfalleinsätzen immer häufiger vor Probleme: An welcher Stelle scheitert der Rettungsspreitzer nicht an Karosserieverstärkungen, wo kann aus Versehen ein Airbag ausgelöst werden, wo befinden sich Batterie und Kraftstofftank?
Eine sogenannte Rettungskarte soll im Notfall helfen. Der ADAC-Unfallforschung fordert schon länger, dass solche Bauskizzen mit Beschreibungen standardmäßig in der Sonnenblende des Fahrzeugs stecken. So könnten sich die Einsatzkräfte einfach diese wichtigen Informationen holen, um Verletzte schneller und sicherer zu bergen.
Bernd Karoli, der Geschäftsführer eines Passauer Autohaus, geht mit gutem Beispiel voran. Er lässt diese Rettungskarten schon heute an die Kunden aushändigen und übergab der örtlichen Feuerwehrzentrale einen USB-Stick mit den Rettungsdaten seiner fünf Fahrzeugmarken. Das Material kann künftig von den Feuerwehren der Region über Rechner abgerufen werden.
„Wir können nur hoffen, dass viele Händler und Hersteller diesem Beispiel folgen und die Fahrzeuginhaber die Informationen hinter die Sonnenblende stecken, bis eine verbindliche Regelung vom Gesetzgeber erlassen wird“, wünscht sich der Passauer Stadtbrandinspektor Andreas Dittlmann