Passau – Vier Leichtverletzte und 10.000 Euro Schaden sind die Folgen einer Brandstiftung im Adalbert-Stifter-Gymnasium.
Der 10-jährige Schüler, der als Täter ermittelt wurde, hatte auf der Schultoilette im Erdgeschoß offenbar in einem Mülleimer Papier angezündet. Es kam zu starker Rauchentwicklung. Der Übeltäter ist strafunmündig.
Ein Schüler der Unterstufe, der den Brand gegen 9.30 Uhr als Erster bemerkte, lief ins Sekretariat, um Alarm zu schlagen. Der stellvertretende Schulleiter forderte daraufhin über Lautsprecher die Klassen auf, das Gebäude zu verlassen.
Bei der Evakuierung stürzte ein 11-jähriger Schüler über eine Glasflasche und zog sich Schnittverletzungen zu.
Bereits vor dem Eintreffen von drei Löschzügen und dem Atemschutztrupp der Feuerwehr, konnten drei Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die zufällig im Gebäude beschäftigt waren, mit einem Feuerlöscher den Brand löschen. Dabei erlitten zwei der beherzten Helfer und der Hausmeister leichte bis mittlere Rauchvergiftungen.
Alle vier Opfer wurden mit dem Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in die gegenüberliegende Klinik gebracht.
Die Feuerwehr belüftete das stark verrauchte Treppenhaus.
Bereits am Vortag hatte ein Unbekannter auf einer Toilette Papier angezündet. Hier kam es zu keinem größeren Schaden. Wenige Minuten vor dem Feueralarm hatte der Schulleiter wegen solcher Fälle von Vandalismus in einer Durchsage die Schüler ermahnt.