Passau/ Bielefeld – Die modernen Züge der Bahn, meine Güte, spart da jemand am Kundendienst? Im ICE bei Bielefeld kollabieren wegen Ausfall der Klimaanlage in überhitzen Waggons eine ganze Reihe von Schülern; im hochmodernen Donau-Isarexpress ist die Klimaanlage auch defekt, die Passagiere kriegen eine mehr eklige als erfrischende Dusche von der Decke!
Im ICE kann man die Fenster nicht mehr öffnen, ohne Klimaanlage werden sie zur Hitzefalle. Schon in drei Zügen gab es am heißen Wochenende jetzt diese gefährlichen Probleme.
Schauplatzwechsel nach Niederbayern: Im nagelneuen Donau-Isar-Express bringt die Klimaanlage den Fahrgästen bei einem Bremsmanöver vor Vilshofen eine unangenehme Dusche. "Aus der Decke ergoß sich ein Schwall Kondenswasser auf die Fahrgäste, vor allem die an den Gangplätzen hat es getroffen", erzählt ein Augenzeuge. Den Ärger der pitschnassen Passagiere über das muffige Nass habe der Lokführer mit einem Achselzucken quitiiert: „Ist ja nur Kondenswasser“.
Passauer verzichten diesen Sommer ohnehin gerne, auf die Bahn umzusteigen. Erst wurden ihnen neue Züge versprochen, die auf sich warten ließen. Nun sind die Garnituren da und es macht wieder keine Freude. Die Hauptstrecke nach München und Nürnberg ist wegen aufwändiger Sicherungsarbeiten an einer Felswand zwischen Passau und Vilshofen gesperrt, Fahrzeiten verlängern sich bis zu 40 Minuten! Denn auch der Ersatzbus kann wegen dieser Felsarbeiten die parallel zur Bahnstrecke verlaufende Bundesstraße 8 nicht benutzen, er muss über die Dörfer. Alles scheint schlecht koordiniert, der Verkehrsstaatsekretär hat sich schon eingeschaltet.
Diesen Sommer zeigen viele Niederbayern der Bahn die Rote Karte.